Das Figma Webflow Plugin: Meinung aus der Praxis
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Analyse: Warum das Figma zu Webflow Plugin nur wenig Mehrwert liefert. Webflow hat mit einem neuen Figma Plugin für Aufregung und Freude bei der Webflow Community gesorgt. Das Plugin erlaubt dir, per copy und paste einfach Elemente aus deinem Figma Layout zu kopieren und in dein Webflow Projekt einzufügen. Das ganze hört sich aber schöner an als es ist. Deshalb sind hier zusammengefasst meine 7 Argumente, warum ich glaube, dass dieses Plugin weniger Nutzen findet, als es erstmal verspricht.
Kurz und knapp zusammengefasst
- Das Programm Framer hat schon seit Anfang 2022 ein Figma to Framer Plugin. Webflow zieht hier lediglich gleich.
- Problem 1: Chaos der Benennungen von Selektoren. Viel Arbeit danach in Webflow.
- Problem 2: Eigene Designs müssen mit Auto Layout aufgebaut werden. Zeitaufwand, hohe Lernkurve.
- Problem 3: Nur für Basic Layouts anwendbar
- Problem 4: Das Plugin importiert nur in eine Richtung.
- Problem 5: HTML Tags müssen ordentlich vergeben werden
- Problem 6: Autorisierung eines Webflow Accounts erforderlich
- Problem 7: Es werden nur Pixel und REM unterstützt
Warum das Figma zu Webflow Plugin zu wenig Mehrwert liefert
Es werden nur Pixel und REM als Einheit unterstützt
Einheiten werden standardmäßig in PX importiert. In den Plugin Einstellungen kann man diese Option aber von Pixel in REM umstellen. Andere Einheiten werden aber nicht unterstützt. Warum Pixel als Einheit im modernen Web nicht mehr verwendet werden sollte, kannst du in diesem Beitrag anschauen: Warum EM besser als REM und besser als Pixel ist.
Ein Chaos der Benennungen von Selektoren
Benennungen der Ebenen werden in Webflow übertragen. Wenn man sie nicht ordentlich benennt, werden sie mit Frame1, Frame2, Frame3 usw. in Webflow aufgebaut, was keine Grundlage für einen sinnvollen Aufbau in Webflow ist.
Fazit
Das Figma zu Webflow Plugin kann für bestimmte Anwendungsfälle nützlich sein – etwa um schnell Texte, Bildmaterial und Grafiken zu Webflow zu importieren oder Text Styles und Farben in ein Webflow Projekt zu übertragen. Für komplexe individuelle Designs ist es jedoch (noch) nicht geeignet.