Von SEO zu AEO: So baust du deine Website für KI um (Webflow Guide) – Talk mit Christian Schmitt

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KI empfiehlt dich nicht? Das ist kein Zufall – es ist eine Frage der Struktur.

In diesem Webflow Talk spreche ich mit SEO- und AEO-Experte Christian Schmitt darüber, wie du deine Webflow-Website so aufbaust, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und Perplexity dich wirklich zitieren und empfehlen.

Du lernst:

  • Was AEO, GEO und AI Visibility bedeuten und wie sie sich von SEO unterscheiden
  • Wie Schema Markup und Mikrodaten in Webflow richtig eingesetzt werden
  • Warum YouTube eine Geheimwaffe für Gemini ist
  • Was hinter llms.txt steckt und ob es sich lohnt
  • Wie du KI-Sichtbarkeit mit Cloudflare und Ubersuggest messen kannst
  • Content-Strukturen, die von KI-Systemen besser verstanden und zitiert werden
  • Grenzen und Hype: Was bei GEO/AEO wirklich belastbar ist und was nicht

Christian Schmitt online

AEO statt SEO – warum deine Webflow-Website jetzt anders aufgebaut werden muss

SEO ist nicht tot. Aber es reicht nicht mehr allein.

Das ist die Kernbotschaft aus meinem Gespräch mit Christian Schmitt im neuesten Webflow Talk. Wir haben fast eineinhalb Stunden darüber gesprochen, was sich durch KI-Suchsysteme wie ChatGPT, Gemini und Perplexity verändert hat – und was du heute konkret an deiner Webflow-Website tun kannst, damit du dort auftauchst.

Was ist AEO – und wie unterscheidet es sich von SEO?

AEO steht für Answer Engine Optimization. Der Begriff beschreibt, wie du deine Inhalte so aufbereitest, dass KI-Systeme sie verstehen, einordnen und zitieren können. Daneben gibt es GEO, Generative Engine Optimization – das beschreibt, wie du Inhalte gezielt auf die Prompts optimierst, die deine Zielgruppe in KI-Tools eingibt.

Der entscheidende Unterschied zu klassischem SEO: Früher wolltest du auf Platz eins bei Google landen. Heute geht es darum, bei ganz bestimmten Fragen in der KI-Antwort vorzukommen – nicht als Link, den jemand vielleicht anklickt, sondern als direkt zitierte Quelle. Studien zeigen, dass eine KI-Empfehlung bis zu zehnmal höhere Conversions erzeugen kann als klassischer organischer Traffic.

Schema Markup: Die technische Grundlage

KI-Bots funktionieren anders als Google-Crawler. Ist nicht sofort klar, worum es auf einer Seite geht, ziehen sie weiter. Ein strukturiertes Schema Markup gibt dem Bot die nötige Orientierung in Sekunden.

Webflow erlaubt es, Schema Markup direkt in den Seiteneinstellungen zu hinterlegen – auch mit KI-Unterstützung. Das klingt bequem, hat aber einen Haken: Automatisch generierte Schemas müssen regelmäßig geprüft werden. Veraltete Preise, erfundene Kategorien und Formatierungsfehler tauchen häufiger auf als gedacht, wie der schema.org-Validator schnell zeigt.

Wichtig zu wissen: Fehler im Schema werden von KI-Bots in der Regel ignoriert – sie sind kein Showstopper. Falsche oder widersprüchliche Informationen dagegen können das Vertrauen einer KI in deine Website aktiv beschädigen.

Mikrodaten: Schema direkt im HTML-Element

Was viele Webdesigner noch nicht wissen: Schema muss nicht nur als JSON-LD-Script auf Seitenebene existieren. Du kannst auch direkt an HTML-Elementen Attribute vergeben – sogenannte Mikrodaten.

Das ist besonders praktisch für dynamische Inhalte wie FAQs, die du aus dem Webflow CMS ziehst. In Webflow kannst du über das Attribute-Fenster in den Elementeinstellungen die entsprechenden itemtype und itemprop-Attribute direkt setzen. So erkennt die KI eine FAQ-Sektion auch dann, wenn der Inhalt dynamisch geladen wird.

Wer das nicht manuell durcharbeiten will: Eine KI wie Claude kann mit deiner HTML-Struktur und der Schema.org-Dokumentation ausgestattet werden und dir die passenden Attribute generieren.

llms.txt: Sinnvoll, aber mit Einschränkungen

Die Idee hinter llms.txt: Du packst alle relevanten Infos über dich und deine Website in eine kompakte Textdatei auf deiner Domain. KI-Bots sollen diese Datei nutzen, statt deine komplette Seite zu crawlen.

In Webflow kannst du diese Datei im SEO-Tab hochladen. Christian empfiehlt, das zu tun, wenn du schon die Möglichkeit hast. Die Wirksamkeit ist jedoch wissenschaftlich noch nicht belegt. Halte die Datei kurz und übergeordnet – zu detailliert, und sie ist schneller veraltet als du sie wieder aktualisierst.

Wie du deine KI-Sichtbarkeit messen kannst

Optimierungen bringen nichts, wenn du nicht weißt, ob sie wirken. Christian hat zwei Ansätze vorgestellt:

Cloudflare AI Crawl Control: Wenn deine Seite über Cloudflare läuft, siehst du dort, welche KI-Bots auf deine Seite zugegriffen haben und wie viele danach tatsächlich geklickt haben. Schon mit dem Pro Plan (ca. 20 €/Monat) bekommst du Daten für die letzten sieben Tage.

Tools wie Ubersuggest oder Clarity: Hier kannst du Prompts hinterlegen und messen, wie oft du bei bestimmten Anfragen in KI-Antworten auftauchst. Das gibt dir eine solide Grundlage, um Optimierungen zu bewerten und zu rechtfertigen.

Webflow plant, ähnliche Daten direkt in Webflow Analyze für Enterprise-Kunden verfügbar zu machen – was den Einsatz für Kundenprojekte deutlich einfacher machen würde.

Fazit: Webflow ist für AEO gut aufgestellt

Sauberes, semantisch korrektes HTML, serverseitig gerenderter Content und eine wachsende AEO-Toolchain machen Webflow zu einer soliden Basis. Wenn du Websites für Kunden baust, wird AEO ein fester Bestandteil deines Angebots werden – besonders für lokale Dienstleister und Unternehmen mit spezifischen Zielgruppen.

Willst du tiefer einsteigen? Meine Webflow Onlinekurse findest du auf Formburg: https://www.formburg.com/courses