3 KI Projekte, die du deinen Kunden anbieten kannst

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Vor einem Jahr war das noch unmöglich: komplette 3D Welten, Tiefeneffekte und eigene Brandtools, gebaut in wenigen Prompts.

In dieser Folge zeigen dir Christian, Kabarza und ich drei KI Projekte als Inspiration, was du deinen Kunden zusätzlich anbieten kannst. Von einer kompletten 3D Szene aus Blender, die direkt in Webflow läuft, über einen Depth Map Effekt mit Apple Depth Pro und GSAP bis hin zu einem eigenen Brandtool, das dein Kunde selbst bedienen kann.

Du erfährst, wie du mit dem Blender MCP und einem KI Agent ganze 3D Szenen erzeugst, wie ein klassisches Machine Learning Modell aus einem Bild eine Tiefenkarte macht und wie du mit Dialkit deterministische UI Tools baust, die du sauber exportierst und auslieferst.

KI verändert, was du deinen Kunden anbieten kannst

Noch vor einem Jahr hättest du für viele Ideen wochenlang ein neues Tool lernen müssen. Heute reicht oft ein guter Prompt. In einem lockeren Gespräch mit Christian und Kabarza ist genau das zum Thema geworden: Welche Sachen kannst du als Webdesigner heute bauen, die vorher schlicht zu aufwendig waren? Drei Projekte sind dabei hängengeblieben, die zeigen, wie viel Spielraum du auf einmal hast.

Der rote Faden vorweg: Die Technik allein bringt dich nicht weiter. Du brauchst weiterhin Inspiration. Nur wenn du siehst, was andere bauen, kommst du auf die Idee, so etwas bei deinem nächsten Kundenprojekt einzusetzen.

Projekt 1: Komplette 3D Szenen mit dem Blender MCP

Christian hat sich über den Blender MCP von einem KI Agent eine ganze 3D Welt bauen lassen. Die Vorlage war eine einfache Illustration aus Figma: Ein Auto fährt ins Bild, wird gescannt und fährt wieder heraus. Der Agent hat daraus eine komplette 3D Animation gemacht. Das Auto fährt herein, wird gescannt, parkt ein, jemand steigt aus und wieder ein, dann fährt es rückwärts wieder hinaus.

Das Spannende ist nicht nur die Animation, sondern der Weg dahin. Der Agent hat die komplette Szene in Blender aufgebaut und sich das passende Automodell selbst aus einer Directory gezogen. Christian sitzt am Ende vor einer fertigen 3D Szene, die er beliebig anpassen kann. In Webflow läuft das Ganze dann in einem Canvas, in dem die Szenen je nach Status abgespielt werden. Für einen Kunden ist so ein Element ein echtes Highlight, und der Aufwand ist nur noch ein Bruchteil von früher.

Projekt 2: Tiefeneffekte mit einer Depth Map

Kabarza hat sich von einem Projekt mit starkem Tiefeneffekt inspirieren lassen und wollte verstehen, wie so etwas funktioniert. Der Schlüssel heißt Depth Map. Dahinter steckt Apple Depth Pro, ein Open Source Modell. Wichtig: Das ist keine generative KI im klassischen Sinn, sondern ein Machine Learning Modell, das darauf trainiert ist, ein Bild zu analysieren. Es erkennt, was näher an der Kamera ist und was weiter weg, und gibt dir daraus ein schwarz weißes Tiefenbild zurück.

Diese Tiefenkarte ist der eigentliche Trick. Du gibst sie der KI und lässt darauf einen Effekt bauen. Je nachdem, wie hell oder dunkel ein Pixel ist, wird es stärker oder schwächer bewegt. Bei einem Shine Effekt werden die Pixel entsprechend beleuchtet. So entsteht aus einem flachen Bild ein räumlicher Effekt.

Das Beste daran: Kabarza hat nichts davon selbst programmiert. Er wusste nur, dass es Apple Depth Pro gibt. Früher wäre das ein Nachmittag voller Python Scripts gewesen, heute reicht ein einziger Prompt und die Installation läuft. Sogar die Bilder dafür hat er mit Claude über den Higgsfield MCP erzeugt. Sein Prompt hat vor allem das Gefühl beschrieben, eine Mischung aus Gen Z und Renaissance für einen Matcha Brand, dazu ein paar konkrete Vorgaben zur Kamera wie ein ultraweiter Winkel ohne Fisheye. Animiert wird am Ende mit GSAP, schön smooth.

Hier zeigt sich ein Muster, das für dich als Generalist wichtig ist: Du musst nicht jede Technik selbst beherrschen. Es reicht oft, die richtigen Begriffe zu kennen, damit die KI dich versteht.

Projekt 3: Eigene Brandtools mit Dialkit

Das dritte Projekt geht in eine ganz andere Richtung und ist für Kundenprojekte vielleicht das Interessanteste. Kabarza baut für einen Brand ein eigenes kleines Tool, das genau zu diesem Brand passt. Auch das sind nur ein paar Prompts. Das Ergebnis erinnert ein bisschen an Figma: Du kannst Effekte einstellen, Geschwindigkeit und Details ändern, Bilder hochladen und maskieren und am Ende alles als SVG exportieren.

Gebaut wird so ein Tool mit Dialkit, einem kostenlosen Tool. Du sagst deinem Agent einfach, dass er Dialkit installieren soll, danach baust du dir die Oberfläche zusammen, wie du sie brauchst. Der große Vorteil sind deterministische UI Stücke. Sie sehen nicht bei jedem Durchlauf anders aus und sind für den Agent günstiger zu erzeugen. Wenn du fertig bist, exportierst du das Ganze über einen Button, kopierst es und gibst es an deinen Agent zurück.

Für deinen Kunden ist der Mehrwert enorm. Du kannst so ein Brandtool separat in deinem eigenen Environment betreiben und zusammen mit der Webseite ausliefern, zum Beispiel über eine mit Passwort geschützte Seite. Dein Kunde kann dann auf seiner eigenen Domain selbst Assets für Social Media, Effekte oder Backgrounds erzeugen, immer passend zu seinen Brandfarben. Das ist ein Angebot, das kaum jemand macht und das sich klar von reiner Webseitenerstellung abhebt.


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